30 jahre schwerter zu pflugscharen

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Damals rund um den Reichstag: Ab durch die Mitte!

Aus meiner Sicht war diese Aktion nach der Besetzung der StaSi-Zentrale eine der stärksten Aktionen der Wendezeit. Der Platz war gut gewählt: Für diejenigen, die es nicht wissen: Da wo man ohne Führerschein fahren durfte und wo für einen entspannten Abend in der Travestie-Bar „Dreamboy's Lachbühne“ geworben wurde, befand sich das berüchtigte SS-Hauptquartier in der Wilhelmstr. Durch das Unterholz erkennt man den Martin-Gropius-Bau. Auf dem Areal befindet sich heute das Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“. Die Panzer, Düsenjäger und das andere Militär-Gerät wurde auf dem Gelände des Spreebogens friedlichen Zwecken zugeführt. Das ist das Gelände zwischen Hauptbahnhof (heute „Spreebogen-Park“) und Bundestag. Da wo der Schützenpanzer vertikal gen Himmel strebt, dürfte sich heute das Bundeskanzler-Amt befinden. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges bezeichneten Hitlers Wahnsinnige dieses Gelände als „Zitadelle“, weil Hitler immer noch der Meinung war, der Endsieg sei zum Greifen nah. Am 30.April um 22:00 eroberte die Rote Armee die „Zitadelle“. „Land's End“, an der Ecke Wilhelmstr. und Kochstr. gelegen, war früher ein bekannter Rocker-Treff. Der Name war in West-Berliner Zeiten sehr treffend gewählt: Zwar handelt es sich nicht um die bekannte Landzunge gleichen Namens in Cornwall, jedoch war die Mitte Berlins zum vergessenen Rand geworden.