Frühlingsanfang

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Baumblütenfest 2017 in Werder (kurze Bestandsaufnahme):

Viele Besucher aus Berlin denken an blühende Blumen und Bäume, wenn sie den Begriff „Baumblütenfest“ hören. Womöglich auch noch an fröhliche Mädchen in weißen Kleidchen mit geflochtenem Blütenband im Haar, die Ringelrei tanzen und dabei den umherstehenden Burschen schmachtende und vor allem auffordende Blicke zuwerfen. Auf dem Baumblütenfest - kurz „Blüte“ - eingetroffen, ist der eine oder andere enttäuscht und fragt sich „Wo ist denn die Blüte?“, da man weit und breit nur Karussels, Hau-den-Lukas und Getränkestände erkennen kann. Was man häufig (noch) nicht versteht: Der Begriff „Blüte“ ist Synonym für große Mengen schlechten überteuerten Obstweins, und nach dem Genuss des Inhalts der ersten (warmen Plastik-)Flasche verliert sich blitzschnell das Interesse an Natur. Das süße Zeug fördert den Durst - und je mehr man davon trinkt, desto dichter wird der Nebel, der das Haupt umschwirrt. Das nur vorweg als kurze Erklärung. In diesem Jahr zeigte es sich derart:

Die meisten Obstbäume bereits abgeblüht (man kann sich auf das Wesentliche konzentrieren), eisige Temperaturen, geringe Besucherzahlen, Belagerungszustand für die Einwohner, Panzersperren gegen den Terror, zufriedene Händler (angeblich), Polizeibericht (laut Tagesspiegel): „Bis Sonntagmittag wurden 270 Strafanzeigen aufgenommen, die meisten wegen Körperverletzung, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Beleidigungen. Mehrere Anzeigen wurden wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gestellt – konkret wegen des Zeigens des Hitlergrußes.“ - Baumblütenfest eben, wie bei Bolle jüngst zu Pfingsten.

ABER: Das Wandertheater Ton und Kirschen zeigte auf dem Bio-Hof Werder sein Stück „Perpetuum Mobile“ und Richard war wieder da (in einem total schmierigen und zu kleinen Anzug, er meint, das sei eben das Kostüm). Es war eine tolle Aufführung, die für den ganzen o.g. Mist eine üppige Entschädigung bot! Und so wird manchmal am Ende alles doch noch gut.