Menschen im orient

Weit weg, aber eigentlich fast Nachbarn
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Begegnungen mit Menschen in der Türkei

Die Vorstellung vom glücklichen Leben

Auf verschiedenen Reisen durch die Türkei habe ich Menschen kennen gelernt, die mich verblüfften: Kurden, Jesiden, Turkmenen, türkische Rückkehrer aus Deutschland. Frauen mit Kopftuch, die man nicht anschauen durfte, kurdische Frauen ohne Kopftuch, die vor Selbstbewusstsein strotzten und nur darauf warteten, es den Männern mal so richtig geben zu können. Ausgelassene Kinder beim Spielen, wilde Kinder, die schon im Spiel den Kampf ihrer Väter gegen die Obrigkeit simulierten, Jesiden, die nahe der syrischen Grenze in einem entlegenen Bergdorf ihren lang gehegten Traum vom Glück verwirklichen wollten, mit deutlichem Gießener Akzent, sorgenvolle Männer, die vor der Moschee auf eine Eingebung warteten, selbstbewusste Fabrikbesitzerinnen, wunderschöne arabische Frauen, denen jedoch das schwere Los der arabischen Frau ins Gesicht geschrieben stand. Der Abt von Mor Gabriel, dem Zentrum der syrianischen Christen, dem mit weltgewandtem Humor die Freude über den leichte Besserung der Situation der Christen in der Region ins Gesicht geschrieben steht, - die aber nicht lange vorhielt, bedenkt man das Vordringen des IS in diese Region zur jetzigen Zeit. Die eindrucksvollste Begegnung gab es aber mit jungen Flüchtlingen im September 2012 unweit von Kobane, lange, lange bevor der IS in dieser Region auftauchte. Diesen Flüchtlingen stand das Glück in den Augen, Assad entronnen zu sein und Karpfen in den Bewässerungskanälen von Mesopotamien abfischen zu können. Über allem ein Hauch biblischen Urgebräus.